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Hauptstadtbeschluss

Hauptstadtbeschluss

Als Hauptstadtbeschluss wird der Beschluss des deutschen Bundestages vom 20. Juni 1991 bezeichnet. Er sah die Verlegung des Sitzes des Bundestages von Bonn nach Berlin zur "Vollendung der Einheit Deutschlands" vor. Mit 337 zu 320 Stimmen wurde außerdem beschlossen, dass neben dem
- Bundeskanzleramt und dem
- Bundespresseamt auch
- das Auswärtige Amt,
- das Innenministerium,
- das Finanzministerium,
- das Justizministerium,
- das Wirtschaftsministerium,
- das Arbeitsministerium,
- das Verkehrsministerium,
- das Familienministerium nach Berlin verlegt werden, diese jedoch einen zweiten Dienstsitz in Bonn behalten. Folgende Ministerien blieben in Bonn, jeweils mit einem zweiten Dienstsitz in Berlin.
- Landwirtschaftsministerium
- Verteidigungsministerium
- Gesundheitsministerium
- Umweltministerium
- Bildungsministerium
- Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Ursprünglich sollten die Ministerien bereits 1995 nach Berlin umziehen, dieser Zeitplan konnte aber nicht eingehalten werden. Stattdessen erging ein Kabinettsbeschluss, in dem festgelegt wurde, dass der Umzug bis 2000 abgeschlossen sein soll und ein Budget von 20 Milliarden DM nicht überschritten werden darf. In dieser Zeit fielen grundlegende Entscheidungen, u.a.:
- Der Reichstag wird ständiger Sitz des Bundestages
- Die Mehrheit der Bundesministerien zieht nach Berlin um
- Die Minister haben in Bonn bzw. Berlin einen Zweitsitz
- Das Bundespräsidialamt hat seinen Sitz in Berlin Seit Herbst 1999 nimmt Berlin seine Funktion als Parlaments- und Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland wahr.

Weblinks


- [http://www.bundestag.de/bau_kunst/berlin/debatte/index.html vollständige Parlamentsdebatte mit Rednerliste] Kategorie:Deutsche Geschichte (Nachkriegszeit) Kategorie:Bonn Kategorie:Berlin Kategorie:1991

Bundestag

Als Bundestag bezeichnet man
- das Parlament der Bundesrepublik Deutschland, siehe Deutscher Bundestag
- den Bundestag des Deutschen Bundes, siehe Bundestag (Deutscher Bund)
- das höchste Gremium des Deutschen Fußballbundes ja:連邦議会

20. Juni

Der 20. Juni ist der 171. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 172. in Schaltjahren) - somit bleiben 194 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1789 - Französische Revolution: Im Versailler Schloss kommt es zum Ballhausschwur des dritten Standes.
- 1866 - Italien und Preußen erklären Österreich den Krieg.
- 1870 - Mit Unterzeichnung eines Friedensvertrags endet der Tripel-Allianz-Krieg, der – insbesondere für Paraguay  – blutigste Konflikt in der Geschichte Lateinamerikas.
- 1932 - Die Benelux-Länder vereinbaren den Abbau der Zollschranken.
- 1948 - Die Währungsreform in den Westzonen des besetzten Deutschland vertieft den Ost-West-Konflikt.
- 1955 - Paraguay wird Mitglied in der UNESCO.
- 1960 - Mali und Senegal werden unabhängig.
- 1963 - Ein „Heißer Draht“ zwischen den Staatschefs der USA und der Sowjetunion für bessere Handhabung von politischen Krisensituationen wird – aufgrund der Erfahrungen der Kubakrise – eingerichtet.
- 1966 - Kanada verkauft 95 Millionen Tonnen Weizen an die Sowjetunion.
- 1974 - Die Ständigen Vertretungen der BRD und der DDR nehmen ihre Arbeit auf.
- 1977 - Israel. Menachem Begin wird neuer Ministerpräsident.
- 1991 - Der deutsche Bundestag beschließt nach langer kontroverser Debatte die Verlegung des Regierungssitzes von Bonn nach Berlin.
- 1992 - Paraguay gibt sich eine neue, jetzt demokratische, Verfassung
- 1994 - Mashhad, Iran. Bombenanschlag auf eine Moschee. 25 Tote und etwa 80 Verletzte.
- 1995 - Grenada. Keith Claudius Mitchell wird Premierminister.
- 1995 - Kenia. Die Partei Safina wird durch Regimekritiker und durch Richard Leakey gegründet.
- 1997 - Natsagiin Bagabandi wird Staatspräsident der Mongolei
- 2001 - Pervez Musharraf wird Staatsoberhaupt in Pakistan; das Parlament wird aufgelöst.
- 2002 - Die Türkei übernimmt den Oberbefehl über die internationale Afghanistan-Schutztruppe ISAF.

Kultur


- 1729 - Uraufführung der Oper The Contrivances von Henry Carey in London.
- 1767 - Uraufführung der komischen Oper Toinon et Toinette von François-Joseph Gossec am Comédie-Italienne in Paris.
- 1894 - Uraufführung der Oper La Navarraise von Jules Massenet im Covent Garden in London.
- 1969 - Uraufführung der Oper Die Teufel von Loudun von Krzysztof Penderecki an der Hamburgischen Staatsoper.

Wirtschaft


- 1990 - Die EWG und die EFTA beginnen Verhandlungen über die Schaffung des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR).
- 1992 - In Estland wird die Landeswährung „Krone“ eingeführt.
- 1996 - Ein Handels- und Kooperationsabkommen zwischen Mazedonien und der EU wird geschlossen.
- 1995 - Der Mineralölkonzern Shell verzichtet auf die Versenkung der Bohrinsel Brent Spar in der Nordsee.

Religion


- 1667 - Nach 18-tägigem Konklave wird Kardinal Giuglio Rospigliosi als Klemens IX. zum Nachfolger von Papst Alexander VII. gewählt.

Katastrophen


- 1944 - Der bayerische Raddampfer Ruthof läuft auf der Donau bei Érsekcsanád (Ungarn) auf eine Mine und sinkt (5 Tote)
- 1956 - Eine venezuelanische Verkehrsmaschine stürzte ca. 60 km südlich von New York City ab. Alle 74 Menschen sterben.
- 1990 - Ein Erdbeben der Stärke 7,7 im Iran fordert 40.000 bis 50.000 Tote.
- 2002 - Volksrepublik China. Grubenunglück. Über 100 Tote.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1982 - Jacky Ickx gewinnt zum fünften Mal das 24-Stunden-Rennen von Le Mans

Geboren


- 1760 - Richard Colley-Wellesley, 1. Marquess Wellesley, britischer Staatsmann
- 1786 - Marceline Desbordes-Valmore, französische Lyrikerin
- 1797 - Karolina Gerhardinger, Gründerin der Kongregation der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau
- 1819 - Jacques Offenbach, deutsch-französischer Komponist
- 1853 - Erich Schmidt, deutscher Literaturhistoriker
- 1858 - Medardo Rosso, italienisch-französischer Bildhauer
- 1861 - Frederick Gowland Hopkins, britischer Biochemiker, Physiologe und Nobelpreisträger
- 1867 - Emil Hartmann, Mitbegründer des Weinheimer Alte-Herren-Vereinigung
- 1868 - Walter Bloem, deutscher Schriftsteller
- 1868 - Richard Riemerschmid, deutscher Architekt
- 1875 - Othenio Abel, österreichischer Paläontologe und Evolutionsbiologe
- 1876 - Otto Blumenthal, deutscher Mathematiker
- 1879 - Vladko Maček, kroatischer Politiker
- 1880 - Friedrich Gundolf, deutscher Literaturhistoriker
- 1884 - Johannes Heinrich Schultz, deutscher Neurologe
- 1887 - Adolf Jutz, deutscher Maler und Zeichner
- 1887 - Kurt Schwitters, deutscher Maler, Werbegrafiker und Universalkünstler des Dadaismus
- 1893 - Wilhelm Zaisser, Funktionär in der KPD und der KPdSU und Minister in der DDR
- 1897 - Elisabeth Hauptmann, deutsche Schriftstellerin
- 1904 - Heinrich von Brentano, deutscher Politiker und Außenminister
- 1905 - Lillian Hellman, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1909 - Errol Flynn, US-amerikanischer Schauspieler
- 1911 - Paul Pietsch, deutscher Autorennfahrer und Verleger
- 1913 - Laure Wyss, Schweizer Journalistin und Schriftstellerin
- 1924 - Audie Murphy, US-amerikanischer Filmschauspieler
- 1924 - Chet Atkins, US-amerikanischer Musiker
- 1924 - Fritz Koenig, deutscher Bildhauer
- 1924 - Rainer Barzel, deutscher Politiker und Bundesminister
- 1927 - Jupp Posipal, deutscher Fußballspieler
- 1928 - Eric Dolphy, US-amerikanischer Musiker
- 1928 - Jean-Marie Le Pen, französischer Politiker
- 1929 - Eugen von der Wiesche, deutscher Politiker und MdB
- 1929 - Jean Baudrillard, französischer Philosoph und Soziologe
- 1930 - Magdalena Abakanowicz, polnische Textilkünstlerin
- 1931 - Olympia Dukakis, US-amerikanische Schauspielerin
- 1932 - Robert Iwanowitsch Roschdestwenski, russischer Schriftsteller
- 1933 - Danny Aiello, US-amerikanischer Schauspieler
- 1933 - Lorenz Niegel, deutscher Politiker und MdB
- 1936 - Billy Guy, US-amerikanischer Sänger
- 1937 - Jerry Keller, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1939 - Winfried Opgenoorth, deutsch-österreichischer Künstler und Illustrator
- 1940 - Eugen Drewermann, deutscher katholischer Theologe, Psychotherapeut und Schriftsteller
- 1941 - Dieter Mann, deutscher Theater- und Film-Schauspieler
- 1941 - Stephen Frears, britischer Filmregisseur
- 1941 - Ulf Merbold, deutscher Physiker und Astronaut
- 1942 - Brian Wilson, US-amerikanischer Musiker (The Beach Boys)
- 1944 - Ilse Ritter, deutsche Schauspielerin
- 1945 - Jean-Claude Izzo, französischer Schriftsteller
- 1945 - Anne Murray, kanadische Country- und Pop-Sängerin
- 1946 - Xanana Gusmao, erster Präsident von Timor-Leste
- 1947 - Josef Clemens, Kurien-Bischof und Sekretär des Päpstlichen Laienrates
- 1948 - Anne-Marie Barat, französische Organistin
- 1948 - Johannes Friedrich, deutscher Landesbischof
- 1948 - Nigel Morris, britischer Musiker
- 1948 - Ludwig Scotty, nauruischer Politiker und Präsident der Republik Nauru
- 1949 - Alan Longmuir, britischer Musiker
- 1949 - Lionel Richie, US-amerikanischer Sänger
- 1950 - Gudrun Landgrebe, deutsche Schauspielerin
- 1952 - John Goodman, US-amerikanischer Komiker und Schauspieler
- 1953 - Ulrich Mühe, deutscher Film- und Theater-Schauspieler
- 1955 - Michael Anthony, US-amerikanischer Musiker (Van Halen)
- 1958 - Kelly Johnson, britische Musikerin
- 1959 - Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung
- 1960 - Silke Möller, deutsche Leichtathletin
- 1960 - Nigel John Taylor, britischer Musiker
- 1963 - Kirk Baptiste, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiateilnehmer
- 1967 - Nicole Kidman, australische Schauspielerin
- 1970 - Andrea Nahles, deutsche Politikerin, MdB und Sprecherin der SPD-Linken
- 1973 - Silke Andrea Schuemmer, deutsche Schriftstellerin, Kunsthistorikerin und freie Journalistin
- 1978 - Nils Schumann, deutscher Leichtathlet und Olympiasieger
- 1980 - Fabian Wegmann, deutscher Radrennfahrer
- 1980 - Tony Lovato, US-amerikanischer Musiker

Gestorben


- 840 - Ludwig der Fromme, König des Fränkischen Reiches
- 981 - Adalbert von Magdeburg, Heiliger, deutscher Erzbischof und Geschichtsschreiber
- 1597 - Willem Barents, niederländischer Seefahrer und Entdecker
- 1730 - Gabriel de Grupello, belgischer Bildhauer
- 1759 - Moritz Adolf von Sachsen-Zeitz, Bischof von Leitmeritz und Domherr in Köln
- 1787 - Carl Friedrich Abel, deutscher Komponist des Barock
- 1800 - Abraham Gotthelf Kästner, deutscher Mathematiker
- 1820 - Manuel Belgrano, argentinischer Anwalt, Politiker und General
- 1827 - Karl Philipp Conz, deutscher Dichter und Schriftsteller
- 1836 - Emmanuel Joseph Sieyès, französischer Politiker
- 1837 - Giovanni Furno, italienischer Komponist
- 1837 - Wilhelm IV., König des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland und König von Hannover
- 1842 - Antal Deák, Politiker
- 1857 - Louis Jacques Thénard, französischer Chemiker
- 1870 - Jules de Goncourt, französischer Schriftsteller
- 1872 - Élie-Frédéric Forey, französischer General und Marschall von Frankreich
- 1874 - Karl Heinrich Edmund von Berg, deutscher Forstmann und Lehrer
- 1875 - Peter Karlowitsch von Uslar, russischer Ingenieur, Sprachforscher und Offizier
- 1888 - Johannes Zukertort, polnischer Schachspieler
- 1898 - Jakob Audorf, Funktionär des Allgemeinen Deutschen Arbeiterbildungsvereins (ADAV)
- 1902 - Joseph Brambach, deutscher Komponist
- 1906 - James Mason Crafts, US-amerikanischer Chemiker
- 1915 - Emil Rathenau, deutscher Unternehmer, Gründer der AEG
- 1920 - Robert Friedberg, deutscher Nationalökonom und Politiker
- 1922 - Wilhelm Hallwachs, deutscher Physiker
- 1925 - Josef Breuer, Wiener Arzt, Physiologe und Philosoph
- 1933 - Clara Zetkin, deutsche Politikerin und Frauenrechtlerin
- 1938 - Liselotte Herrmann, deutsche Widerstandskämpferin
- 1940 - Jehan Alain, französischer Organist und Komponist
- 1940 - Mathias Zdarsky, österreichischer Skipionier
- 1945 - Bruno Frank, deutscher Schriftsteller
- 1947 - Bugsy Siegel, US-amerikanischer Gangster
- 1948 - George Frederick Boyle, australischer Komponist
- 1952 - Luigi Fagioli, italienischer Rennfahrer
- 1956 - August Hinrichs, deutscher Schriftsteller
- 1958 - Kurt Alder, deutscher Chemiker
- 1966 - Georges Lemaitre, belgischer Priester und Physiker, gilt als der Begründer der Urknall-Theorie
- 1966 - Wilhelm Busch, deutscher Pfarrer, Evangelist und Schriftsteller
- 1969 - Rudolf Schwarzkogler, österreichischer Fotograf und Künstler
- 1975 - Karel Gleenewinkel-Kamperdijk, niederländischer Fußballnationalspieler
- 1980 - Allan Pettersson, schwedischer Komponist und Bratschist
- 1989 - Otto Kässbohrer, deutscher Unternehmer und Fahrzeugkonstrukteur
- 1991 - Michael Westphal, deutscher Tennisspieler
- 1993 - Hans Sachs, deutscher Jurist, Mitglied im TV-Quiz Was bin ich?
- 1994 - Jay Miner, Chipdesigner, gilt als Vater des Amiga
- 1995 - Émile Michel Cioran, rumänisch-französischer Philosoph
- 1997 - John Akii-Bua, Leichtathlet aus Uganda
- 1998 - Ernst Brugger, Schweizer Politiker
- 2000 - Karl Mickel, deutscher Lyriker, Dramatiker und Essayist
- 2002 - Erwin Chargaff, US-amerikanischer Biochemiker und Schriftsteller
- 2002 - Martinus Osendarp, niederländischer Leichtathlet und Olympiateilnehmer
- 2003 - Johannes Duft, von 1948 bis 1981 Stiftsbibliothekar in der Stiftsbibliothek St. Gallen
- 2004 - Hanns Cibulka, deutscher Schriftsteller und Lyriker
- 2005 - Jack Kilby, US-amerikanischer Forscher - Entwickler des ersten integrierten Schaltkreises
- 2005 - Larry Collins, US-amerikanischer Schriftsteller
- 2005 - Charles Keeling, US-amerikanischer Klimaforscher

Feier- und Gedenktage


- Weltflüchtlingstag (UNO)
- Tag der argentinischen Flagge (Argentinien)
- Gedenktag: Adalbert von Magdeburg

Siehe auch


- 19. Juni - 21. Juni
- 20. Mai - 20. Juli
- Juni - Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0620 ja:6月20日 ko:6월 20일 simple:June 20 th:20 มิถุนายน

Bonn

Die Bundesstadt Bonn liegt im Süden von Nordrhein-Westfalen. Von 1949 bis 1990 war Bonn Hauptstadt und bis 1999 Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland. Heute haben in Bonn sechs Bundesministerien und seit 1996 Organisationen der Vereinten Nationen (UN) mit den Schwerpunkten Umwelt und Entwicklung ihren Sitz. Im Bereich des ehemaligen Regierungsviertels ist das Internationale Kongresszentrum Bundeshaus Bonn entstanden, dessen weiterer Ausbau in den kommenden Jahren erfolgen soll. __TOC__

Geografie

Bonn liegt zu beiden Seiten des Rheins im südlichsten Winkel der Kölner Bucht zwischen dem Rücken der Ville und den nördlichen Ausläufern des Siebengebirges sowie dem Mündungstrichter der Sieg, 30 km südlich von Köln und 60 km nördlich von Koblenz. Die höchste Erhebung des Stadtgebiets ist der Paffelsberg im Ennert mit 194,8 m, der tiefstgelegene Punkt befindet sich an der Mündung der Sieg in den Rhein auf 45,6 m. Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets in Nord-Süd-Richtung beträgt 15 km, in West-Ost-Richtung hingegen 12,5 km. Die Stadtgrenzen haben eine Länge von 61 km. Ennert

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Bonn. Sie werden im Uhrzeigersinn, im Norden beginnend genannt und gehören alle mit Ausnahme von Remagen, das im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz liegt, zum nordrhein-westfälischen Rhein-Sieg-Kreis: Niederkassel, Troisdorf, Sankt Augustin, Königswinter, Bad Honnef, Remagen, Wachtberg, Meckenheim, Alfter und Bornheim.

Stadtgliederung

Bornheim Bonn ist unterteilt in vier Stadtbezirke, die aus mehreren Ortsteilen bestehen. Jeder Stadtbezirk hat eine eigene Bezirksvertretung mit einem Bezirksvorsteher
- Bad Godesberg: Alt-Godesberg, Friesdorf, Godesberg-Nord, Godesberg-Villenviertel, Heiderhof, Hochkreuz, Lannesdorf, Mehlem, Muffendorf, Pennenfeld, Plittersdorf, Rüngsdorf, Schweinheim
- Beuel: Beuel-Mitte, Beuel-Ost, Geislar, Hoholz, Holtorf, Holzlar, Küdinghoven, Limperich, Oberkassel, Pützchen/Bechlinghoven, Ramersdorf, Schwarzrheindorf/Vilich-Rheindorf, Vilich, Vilich-Müldorf
- Bonn: Auerberg, Bonn-Castell (bis 2003: Bonn-Nord), Bonn-Zentrum, Buschdorf, Dottendorf, Dransdorf, Endenich, Graurheindorf, Gronau, Ippendorf, Kessenich, Lessenich/Meßdorf, Nordstadt, Poppelsdorf, Röttgen, Südstadt, Tannenbusch, Ückesdorf, Venusberg, Weststadt
- Hardtberg: Brüser Berg, Duisdorf, Hardthöhe, Lengsdorf

Bevölkerung

Mit mehr als 300.000 Einwohnern gehört Bonn zu den mittleren Großstädten und zu den zehn größten Städten in Nordrhein-Westfalen und ist ein Oberzentrum. Die Einwohnerzahl der Stadt Bonn überschritt 1939 die 100.000-Grenze. Damit wurde sie zur Großstadt. Durch Eingemeindungen wurde die Einwohnerzahl 1969 etwa verdoppelt. Durch den Regierungsumzug kam es in den 1990er Jahren zu einem Bevölkerungsrückgang, der aber inzwischen ausgeglichen wurde. Heute ist Bonn eine der wenigen Großstädte in Deutschland mit nach wie vor wachsender Einwohnerzahl.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte von Bonn Geschichte von Bonn Bonn gehört zu den ältesten Städten in Deutschland. 1989 feierte die Stadt ihren 2000. Geburtstag. In der Zeit zwischen 16 v. Chr. und 12 v. Chr. errichteten römische Soldaten in der Ubiersiedlung Bonna ein Erkundungslager auf der linken Seite des Rheines. Diese Maßnahme stand im Zusammenhang mit der von Drusus im Jahr 12 v. Chr. begonnenen Germanienoffensive. War zu diesem Zeitpunkt die römische Präsenz in Bonna noch bescheiden, so sollte sich das nach der Niederlage der Römer unter Varus gegen die Germanen im Jahr 9 n. Chr. ändern. In den folgenden Jahrzehnten wurde dort eine Legion stationiert, die im nördlichen Bereich des heutigen Bonn ein Lager errichtete. Um das Lager herum siedelten Händler und Handwerker. Lager Mit dem Niedergang des römischen Reiches ging der Niedergang Bonns in der Spätantike und im frühen Mittelalter einher. In fränkischer Zeit und endgültig im 9. und 10. Jahrhundert entwickelte sich im Bereich des Bonner Münsters ein geistliches Zentrum, die Villa Basilika und im Bereich des heutigen Marktes eine Marktsiedlung. Große Bedeutung für die weitere Entwicklung der Stadt hatte die Entscheidung der Kölner Kurfürsten, nach ihrer Niederlage bei der Schlacht bei Worringen im Jahr 1288 Bonn zu einem ihrer Wohnsitze und schließlich zu ihrer Residenz zu machen. Die von den Kurfürsten im 17. und 18. Jahrhundert erbauten prunkvollen Bauten verliehen der Stadt ihren barocken Glanz. Mit der Besatzung durch französische Truppen endete 1794 diese Epoche. Nach Napoleons Niederlage fiel Bonn an Preußen. Die Stadt wurde in den nächsten Jahrzehnten geprägt von der schon Ende des 18. Jahrhunderts gegründeten und 1818 wieder gegründeten Universität. Mehr als 1.000 Bonner überlebten die Zeit des Nationalsozialismus nicht, weil sie von den Nazis verfolgt wurden. Etwa 8.000 Personen mussten ihre Heimatstadt verlassen, wurden verhaftet oder in Konzentrationslager gesperrt. Als am 9. März 1945 für Bonn der Zweite Weltkrieg beendet war, lagen 30 % der Häuser in Trümmern und mehr als 4.000 Bonner hatten infolge von Bombenangriffen oder als Soldaten bei Kampfhandlungen ihr Leben gelassen. Nach dem 2. Weltkrieg erlebte Bonn einen rasanten Auf- und Ausbau als Hauptstadt der neuen Bundesrepublik Deutschland. Nach dem Umzug der Bundesregierung nach Berlin hat die Stadt erneut einen Wandel durchgemacht. Bundesbehörden, Verwaltungszentralen deutscher Unternehmen, internationale Organisationen und die Universität sind die Säulen dieses Strukturwandels.

Wappen

Hauptartikel: Bonner Wappen. Bonner Wappen Das Wappen der Stadt Bonn zeigt in der oberen Hälfte ein schwarzes Kreuz auf silbernem Grund. Es ist das Kurkölnische Kreuz des Kurfürstentums Köln, das auch auf anderen Gemeindewappen im heutigen Erzbistum Köln noch zu finden ist. Es symbolisiert die territoriale und politische Verbundenheit zwischen Bonn und den Kölner Kurfürsten, die seit 1597 in Bonn ihre Residenz hatten. Die untere Schildhälfte zeigt einen goldenen Löwen auf rotem Grund. Der Löwe – manchmal auch Leopard oder im Volksmund „steinernes Wölfchen“ genannt – ist ein altes Bonner Gerichtssymbol. Die Skulptur des Löwen stand vom Mittelalter bis zum Ende der kurfürstlichen Zeit auf dem Münsterplatz, wo heute das Denkmal von Ludwig van Beethoven steht. Dieser Platz war Versammlungsort der Bonner Gerichtsgemeinde. Die Skulptur hat heute ihren Platz im Vestibül des Bonner Rathauses gefunden.

Religionen

Hauptartikel: Religionen in Bonn. Historisch ist Bonn wie das gesamte Rheinland katholisch geprägt. In den vergangenen 75 Jahren hat sich allerdings die Konfessionszugehörigkeit der Bonner Bevölkerung erheblich verändert. Waren 1925 noch mehr als 80 % der Bonner Bevölkerung katholisch, so hat sich bis Ende der 1990er Jahre der Anteil fast halbiert. Etwa 45 % der Einwohner sind heute katholisch und 25 % evangelisch. Fast ein Drittel der in Bonn wohnenden Menschen gehören einer anderen oder keiner Konfession an; etwa 6 % sind Muslime.

Eingemeindungen

Die Stadt Bonn wurde mehrmals durch Eingemeindungen vergrößert: Muslim Um 1900 war Bonn stark gewachsen. In der Folge wurden am 1. Juni 1904 die Orte Poppelsdorf, Endenich, Kessenich und Dottendorf eingemeindet, mit denen Bonn zusammengewachsen war. Durch die Gemeindereform vom 1. August 1969 wurde die Einwohnerzahl etwa verdoppelt. Die selbständigen Städte Bad Godesberg und Beuel wurden eigene Stadtbezirke von Bonn. Der auf der „schäl Sick“ gelegene Stadtbezirk Beuel erhielt zusätzlich die Ortschaften Holzlar, Hoholz und Oberkassel zugeschlagen, die bis dahin zum Siegkreis gehörten. Bonn selbst wurde um die Orte Ippendorf, Röttgen, Lessenich/Meßdorf und Buschdorf des ehemaligen Kreis Bonn erweitert, Lengsdorf und Duisdorf bildeten zusammen mit einigen Neubaugebieten den Stadtbezirk Hardtberg. Die Stadt Bad Godesberg hatte zuvor ihrerseits etliche Orte eingemeindet. Bereite 1899 waren Plittersdorf und Rüngsdorf zu Godesberg gekommen, 1904 kam noch Friesdorf hinzu, womit Bad Godesberg bereits mit Bonn zusammengewachsen war. Im Jahre 1915 war Bad Godesberg nach Südwesten aus dem Tal hinausgewachsen, so dass Muffendorf eingemeindet wurde. Am 1. Juli 1935 schließlich wurden auch Lannesdorf und Mehlem Stadtteile von Bad Godesberg.

Politik

Oberbürgermeister/in

Mehlem An der Spitze der Stadt Bonn standen im 12. Jahrhundert der Vogt und die zwölf Schöffen des Landesherrn. Seit 1331 sind zwei „burgermeistere“ später auch ein „rat“ bezeugt. Die Bürgermeister wurden vom Rat gewählt. Im Salentinischen Vertrag von 1570 wurde verordnet, dass die Stadt von zwei Scheffelbürgermeisteren und zwei Ratsbürgermeisteren verwaltet werden soll, von denen jeweils einer als „regierender Bürgermeister“ die Geschäfte führte. Der Rat wurde auf fünfzehn Schöffen erhöht. Die Zusammensetzung und Kompetenz des Rates veränderte sich später mehrmals. In preußischer Zeit nach 1815 wurde Bonn Sitz eines Landkreises. An der Spitze der Stadt stand seit 1815 ein Oberbürgermeister, weiterhin gab es einen Rat. Während der Zeit der Nationalsozialisten wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen von den Bürgern gewählten „Rat der Stadt“. Der wählte aus seiner Mitte den ehrenamtlichen Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt und einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1996 wurde in Nordrhein-Westfalen die Doppelspitze in den Stadtverwaltungen aufgegeben. Der Oberbürgermeister wird nun direkt gewählt. Er ist als hauptamtlicher Oberbürgermeister Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. In der Funktion als Repräsentant der Stadt wird der Oberbürgermeister in Bonn von drei Bürgermeistern vertreten. Die erste Direktwahl 1999 gewann Bärbel Dieckmann in der Stichwahl gegen den CDU-Kandidaten Helmut Stahl, 2004 wurde sie im ersten Wahlgang im Amt bestätigt. Siehe auch: Liste der Oberbürgermeister und Oberstadtdirektoren von Bonn

Stadtrat

Liste der Oberbürgermeister und Oberstadtdirektoren von Bonn Dem Bonner Stadtrat gehören 66 Ratsfrauen und Ratsherren an. Die direkt gewählte Oberbürgermeisterin hat Stimmrecht und leitet die Sitzungen. Nach der Kommunalwahl von 2004 sitzen im Bonner Rat CDU (25 Mitglieder), SPD (19 Mitglieder), Grüne (11 Mitglieder), FDP (6 Mitglieder), der Bürgerbund Bonn (3 Mitglieder) und 2 fraktionslose Mitglieder. Bei den Abstimmungen im Rat kommt es zu wechselnden Mehrheiten, weil es keine feste Koalition gibt.

Städtepartnerschaften

Die Stadt Bonn unterhält seit 1988 eine Städtepartnerschaft mit Potsdam und seit 1983 eine Städtefreundschaft mit Tel Aviv-Jaffa in Israel. Weitere Stadtteilpartnerschaften und Städtefreundschaften, die teilweise vor der Giebietsreform 1969 enstanden sind, bestehen in den einzelnen Stadtbezirken:
- Stadtbezirk Bonn: Partnerschaften mit Oxford in Großbritannien seit 1947 und mit Budafok, dem XXII. Bezirk von Budapest, in Ungarn seit 1991, sowie eine Städtefreundschaft mit Oppeln in Polen seit 1997 (Kontakte seit 1954)
- Stadtbezirk Bad Godesberg: Städtepartnerschaften mit Saint Cloud in Frankreich seit 1957, mit Frascati in Italien seit 1960, mit Windsor and Maidenhead in Großbritannien seit 1960 und mit Kortrijk in Belgien seit 1964, sowie seit 1969 eine Städtefreundschaft mit Yalova in der Türkei
- Stadtbezirk Beuel: Seit 1969 Partnerschaft mit Mirecourt in Frankreich
- Stadtbezirk Hardtberg: Partnerschaft mit Villemomble in Frankreich seit 1967 Neben Städtepartnerschaften pflegt Bonn „Themen-Projektpartnerschaften“. Neben Jugend- und Kulturaustausch besteht teilweise auch ein Erfahrungsaustausch in den Bereichen Ökologie, Stadtentwicklung und Katastrophenprävention. Projektpartnerschaften bestehen zur Zeit mit den Städten Buxoro in Usbekistan, Chengdu in China, La Paz in Bolivien, Minsk in Weißrussland, Salzburg in Österreich und Ulaanbaatar in der Mongolei.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Mongolei Bonn verfügt über eine große Zahl bedeutender Museen. Die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland („Bundeskunsthalle“) (erbaut 1986–1992 vom Wiener Architekten Gustav Peichl) und das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland gehören seit ihrer Eröffnung zu den zehn meistbesuchten Museen Deutschlands – sie locken jedes Jahr jeweils über 500.000 Besucher an, bei einzelnen Wechselausstellungen übertrifft die Bundeskunsthalle diese Zahl sogar deutlich. Beide Museen entstanden Ende der 1980er Jahre gemeinsam mit dem städtischen Kunstmuseum Bonn und werden zusammen mit der 1995 eröffneten und sich auf deutsche Forschung und Technik seit 1945 konzentrierenden Bonner Zweigstelle des Deutschen Museums im Wissenschaftszentrum, der ifa-Galerie und dem traditionsreichen Museum Koenig als Museumsmeile vermarktet. In Geburts-, Wohn- und Sterbehäuser bekannter Persönlichkeiten wurden Museen eingerichtet. Das gilt für das Beethoven-Haus, für das August-Macke-Haus, das Ernst-Moritz-Arndt-Haus und das Robert-Schumann-Haus. Die Universität verfügt über zahlreiche Museen und Sammlungen. Neben dem Ägyptischen Museum, eine Sammlung mit ca. 3.000 Originalobjekten, dem Akademischen Kunstmuseum, das die archäologische Sammlung der Universität beherbergt, und dem Arithmeum, einer umfangreichen Sammlung von Rechenmaschinen ist hier auch noch der Botanische Garten zu nennen, der unter anderem den weltgrößten Titanenwurz pflegt, sowie das Goldfuß-Museum, eine Schausammlung von Fossilien, und das Mineralogische Museum, eine Edelstein- und Meteoritensammlung, schließlich das Horst-Stoeckel-Museum, das die Geschichte der Anästhesiologie von der Entdeckung der Äthernarkose im Jahre 1846 bis zur Gegenwart darstellt. Mittlerweile mehr als 20 Jahre ist das 1981 gegründete Frauenmuseum alt. Weltweit war es die erste Institution gleichen Namens oder vergleichbarer Zielsetzung. Heute kann das Frauenmuseum auf über 400 Ausstellungen zurückschauen und ist mit seinen umfangreichen Begleitprogrammen zu einer auch international anerkannten Institution geworden. Das zwischen 1995 und 2003 komplett umgebaute Rheinische Landesmuseum stellt die Kunst und Kulturgeschichte des Rheinlandes seit der Frühzeit dar. In der an der Poppelsdorfer Allee gelegenen Volkssternwarte Bonn werden regelmäßig öffentliche Beobachtungen des Sternhimmels und der Sonne durchgeführt.

Bauwerke

Volkssternwarte Bonn Am Marktplatz liegt das ab 1737 im Stil des Rokoko erbaute Alte Rathaus, eines der Wahrzeichen der Stadt. In direkter Nachbarschaft des Rathauses befindet sich die ehemalige Hauptresidenz der Kölner Kurfürsten, das Kurfürstliche Schloss – heute das Hauptgebäude der Bonner Universität. Die Poppelsdorfer Allee, eine Kastanienallee, verbindet das Kurfürstliche Schloss mit dem Poppelsdorfer Schloss, das in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts als Erholungsort der Kurfürsten erbaut wurde. Unterbrochen wird diese Achse durch die Bahnstrecke mit dem Hauptbahnhof, dessen 1883/84 errichtetes Empfangsgebäude heute unter Denkmalschutz steht und über dessen Vorplatzgestaltung seit Jahren in der Bonner Öffentlichkeit heftig gestritten wird. Vorplatzgestaltung] Bonn verfügt über eine Reihe von Kirchenbauten. Ein Wahrzeichen der Stadt ist das Bonner Münster. In der Remigiuskirche in der Brüdergasse, der früheren Brüderkirche, befindet sich das Becken, in dem Beethoven getauft wurde. Die Doppelkirche wurde ab 1151 in Schwarzrheindorf erbaut. Oberhalb von Poppelsdorf, am Ort einer vorchristlichen Kultstätte, erbaute Christoph Wamser 1627/28 die Kreuzberg Wallfahrtskirche. Erzbischof Clemens August ließ die Kirche in der Mitte des 18. Jahrhunderts von Balthasar Neumann durch den Anbau der „Heiligen Stiege“ erweitern. Die alt-katholische Kirche St. Cyprian befindet sich in der Adenauerallee. Der Alte Friedhof ist die Ruhestätte vieler Persönlichkeiten. Dazu zählen die Mutter Beethovens sowie Robert und Clara Schumann. Clara Schumann Zwischen dem Kurfürstlichen Schloss und dem Rhein liegt der „Alte Zoll“, eine Bastion des ehemaligen Festungsrings. Das Sterntor, das ursprünglich an der Mündung der Sternstraße auf den Friedensplatz stand, wurde wegen des Baus der Straßenbahn durch die Sternstraße um 1900 abgebaut und in stark abgewandelter Form unter Einbeziehung eines Rests der Stadtmauer einige Meter versetzt am Bottlerplatz wieder aufgebaut. Oberhalb von Bad Godesberg liegt die vermutlich als Fluchtburg von den Franken erbaute Ruine der Godesburg. Das Godesberger Rathaus besteht aus sechs verbundenen Gebäuden, die 1792/93 durch Kurfürst Max Franz als Logierhäuser für Kurgäste erbaut wurden. Das 1790–1830 erbaute ehemalige kurfürstliche Kammertheater „La Redoute“ ist heute Außenstelle des Kunstmuseums. Max Franz Die Hauptverwaltung der Deutschen Post befindet sich im Post Tower, dem höchsten Bürogebäude in Nordrhein-Westfalen. Das Gebäude steht in direkter Nachbarschaft zum ehemaligen Abgeordnetenhochhaus und Wahrzeichen der damaligen Bundeshauptstadt, dem „Langen Eugen“, der heute durch die Vereinten Nationen genutzt wird. Zwischen den beiden Hochhäusern befindet sich der Schürmann-Bau, die Zentrale der Deutschen Welle. Dieses ursprünglich als Abgeordnetenbüro geplante Gebäude wurde während der Bauphase durch des Rheinhochwasser 1993 schwer beschädigt. Das „Bundeshaus“ war ursprünglich eine pädagogische Akademie, die ab 1948 vom parlamentarischen Rat und später von Bundestag und Bundesrat genutzt wurde. Ende der 1980er Jahre wurde der Plenarsaal durch einen Neubau ersetzt. Seit dem Regierungsumzug wird es als Internationales Kongresszentrum Bundeshaus Bonn (IKBB) genutzt. Ein weiterer Teil des IKBB ist das historische Wasserwerk, das während des Umbaus des Bundeshauses als Plenarsaal des Bundestags genutzt wurde. Der Platz der Vereinten Nationen ist ein mit den 191 Flaggen der UN-Staaten beflaggtes Verkehrsdrehkreuz im Bundesviertel. Auf dem Venusberg befindet sich ein weithin sichtbarer Sendemast des WDR.

Natur und Parkanlagen

WDR Für die Bundesgartenschau 1979 wurden die Rheinwiesen und landwirtschaftlich genutzten Flächen südlich des damaligen Regierungsviertels in einen 160 ha großen Landschaftspark, der Rheinaue, gestaltet. Heute dient sie als Naherholungsgebiet und wird für Großveranstaltungen wie Open-Air-Konzerte, Feste und Flohmärkte genutzt. Danneben gibt es in der Stadt einige kleinere Parkanlagen, deren größte der Kurpark in Bad Godesberg ist. Er wurde ursprünglich für den Kurbetrieb angelegt und beherbergt einieg seltene Pflanzenarten. Die größte Freifläche innerhalb Bonns ist das Meßdorfer Feld zwischen Endenich, Dransdorf, Lessenich und Duisdorf. Es hat als Freifläche in Windrichtung Bedeutung für das Klima der Bonner Innenstadt und ist die einzige landwirtschaftlich genutzte Fläche im Stadtgebiet. Weitere Erholungsgebiete sind der Naturpark Kottenforst-Ville westlich von Bonn und das südöstlich von Bonn gelegene Siebengebirge. In beiden Naturparks laden weitläufige Wanderwege mit attraktiven Aussichten auf die Stadt zu Wanderungen ein. Der Fernwanderweg Rheinsteig beginnt in Bonn und durchquert auch das Siebengebirge

Theater, Musik, Film

Rheinsteig Nebem dem städtischem „Theater Bonn“ mit Oper, Schauspiel und Choreografischem Theater gibt es diverse kleinere Privattheater in Bonn. Dazu gehören die in der Innenstadt gelegenen „Contra-Kreis-Theater“ und „Euro Theater Central„ sowie das in Beuel gelegene „Junge Theater Bonn“ und das „Kleine Theater Bad Godesberg“. Kleinkunst und Kabarett werden unter anderem im „Haus der Springmaus“, im „Pantheon-Theater“ und im „Theater im Ballsaal“ dargeboten. Das Beethoven-Orchester Bonn veranstaltet regelmäßig Konzerte in der Beethovenhalle Bonn und kommt auch in der Oper zum Einsatz. Das 1928 am Marktplatz erbaute traditionsreiche „Metropol Kino“ und die ebenfalls dort gelegenen „Stern Lichtspiele“ werden heute von CineStar betrieben. Ein weiteres Kino in der Innenstadt ist das „Woki“. Im Zentrum von Bad Godesberg befindet sich das Multiplex-KinoKinopolis“. In Bonn gibt es drei Programmkinos: das 1952 in Endenich eröffnete „Rex Lichtspieltheater“, die 1933 in Beuel erbaute „Neue Filmbühne“ und die im Kulturzentrum „Brotfabrik Bonn“ gelegene „Bonner Kinemathek“.

Regelmäßige Veranstaltungen

Brotfabrik Bonn 2005]] Das „Beethovenfest“ ist ein jährlich im Herbst stattfindendes fast vierwöchiges Musikfestival mit über fünfzig Konzerten in Bonn und der Umgebung. Ein weiteres Festival ist die einwöchige „Biennale Bonn“ mit Theateraufführungen, Konzerten, Lesungen und Ausstellungen. Im Arkadenhof der Universität werden jedes Jahr im Sommer während der zehntägigen Internationalen Stummfilmtage restaurierte Stummfilme gezeigt. Auf dem Museumsplatz an der Bundeskunsthalle finden im Sommer unter einem Zeltdach Open-Air-Konzerte mit deutschen und internationalen Künstlern statt. In der Rheinaue findet an jedem dritten Samstag im Monat von April bis Oktober der „Große Rheinauen“-Flohmarkt statt. Jährliche Veranstaltungen in der Rheinaue sind das Großfeuerwerk „Rhein in Flammen“ am ersten Mai-Wochenende, das „Umsonst und draußen“-Musikfestival „Rheinkultur“ am ersten Juli-Wochenende sowie die „Bierbörse“ am letzten Wochenende im Juli und das „Internationale Begegnungsfest“ im Herbst. Der größte jährliche Jahrmarkt in Bonn, „Pützchens Markt“, findet jeweils am zweiten Wochenende im September in Beuel statt. Der „Bonn-Marathon“ ist ein Marathonlauf der jährlich durch das Stadtgebiet führt.

Karneval

Bonn zählt zu den rheinischen Karnevalshochburgen, wenngleich man immer im Schatten des größeren Kölner Karnevals stand. Im Beueler Rathaus übernimmt an Weiberfastnacht die Wäscherprinzessin die Regentschaft, das Alte Rathaus in Bonn wird am Karnevalssonntag von den Stadtsoldaten belagert und erobert. Höhepunkt ist auch in Bonn der Rosenmontagszug.

Dialekt

In Bonn wird ursprünglich der ripuarische Dialekt Bönnsch gesprochen, der sich vom eng verwandten Kölsch neben einigen Vokabeln durch den ausgeprägteren „Singsang“ und die gemächlichere Sprechgeschwindigkeit unterscheidet. Im Gegensatz zum selbstbewussten Köln der Handwerker war es in „vornehmen“ Kreisen der Residenz- und Universitätsstadt Bonn jedoch verpönt, Dialekt zu sprechen, daher ist das Bönnsch im Alltagsleben nicht mehr so präsent wie das Kölsch in Köln. Der hohe Anteil Zugezogener („Immis“) aus Hauptstadtzeiten tat sein übriges. Bekanntester Imitator des bönnschen Dialekts ist der in Südtirol geborene Kabarettist Konrad Beikircher.

Sport

Der bekannteste Sportverein in Bonn ist der Basketball-BundesligistTelekom Baskets Bonn“. Die früher erfolgreiche Fußball-Mannschaft des „Bonner Sport-Club“ spielt nach dem Zweitliga-Lizenzentzug 1977 seit Jahren nur noch in der Oberliga Nordrhein. Weitere Sportvereine sind der „1. Badminton Club Beuel“ (Deutscher Badminton-Meister 2005), der Damen-Basketball-Bundesligist BG Rentrop Bonn“, der „Hockey- und Tennis Club Schwarz-Weiß Bonn“, sowie Bonns größter Sportverein, der „SSF Bonn“.

Wirtschaft

Wirtschaftsstandort

Von Mitte 1991, dem Zeitpunkt des Bonn/Berlin-Beschlusses des Bundestages, bis Mitte 2002 ist die Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer in der Stadt Bonn um annähernd 11.400 Personen bzw. 8,5 % auf 145.558 angestiegen. Für 2003 gibt die Stadt noch einmal einen Zuwachs um 3118 Arbeitsplätze auf dann 149.016 an. Umzugsbedingte Arbeitsplatzverluste konnten also ausgeglichen werden und neue Arbeitsplätze kamen hinzu. Gewonnen haben in Bonn vor allem die Dienstleistungen (ohne Öffentliche Verwaltung) mit einem Zuwachs von 27,1 % bzw. ca. 22.400 Beschäftigten von Juni 1991 bis Juni 2002. Mit 105.171 Beschäftigten und einem Anteil von 72,3 % an allen Beschäftigten hat dieser zukunftsträchtige Bereich seine dominierende Stellung in Bonn ausgebaut. Dagegen hat die Öffentliche Verwaltung in diesem Zeitraum fast ein Drittel ihrer Beschäftigten verloren. Wirtschaftsforschungsinstitute gehen davon aus, dass in Bonn auch in den nächsten Jahren die Zahl der Arbeitsplätze weiter steigt.

Arbeitsmarkt

Bonn hat seit Jahren eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten in Nordrhein-Westfalen. Im Juni 2005 betrug sie 9,1%. Ein großer Teil der in Bonn Beschäftigten kommt als Pendler aus dem umliegenden Rhein-Sieg-Kreis. Täglich fahren 80.000 Menschen nach Bonn zur Arbeit, während 30.000 Bonner außerhalb der Stadtgrenze ihrer Beschäftigung nachgehen. Damit hat Bonn nach Köln und Düsseldorf den dritthöchsten Pendlerüberschuss in Nordrhein-Westfalen.

Verkehr

Düsseldorf Bonn ist über die Autobahnen A 59, A 555, A 562, und A 565 sowie die Bundesstraßen B 9, B 42 und B 56 an das Fernstraßennetz angebunden. Der Flughafen Köln/Bonn liegt ca. 20 Kilometer nördlich der Stadt und ist über die A 59, eine Schnellbuslinie und die rechtsrheinische Bahnstrecke mit Bonn verbunden. Da das Stadtgebiet vom Rhein durchtrennt wird, haben die drei Rheinbrücken der A 562 (Südbrücke, „Konrad-Adenauer-Brücke“), A 565 (Nordbrücke, „Friedrich-Ebert-Brücke“) und B 56 (Kennedybrücke) sowie die Rheinfähren Mehlem–Königswinter, Bad-Godesberg-Niederdollendorf und Graurheindorf-Mondorf besondere Bedeutung für den innerstädtischen Verkehr. Der Bonner Hauptbahnhof ist Fernverkehrshalt der Deutschen Bahn an der linken Rheinstrecke (Köln–Bonn–KoblenzMainz). Der Bahnhof Siegburg/Bonn an der ICE-Neubaustrecke Köln–Frankfurt ist mit der Stadtbahnlinie 66 in 30 Minuten zu erreichen. Die sechs Bonner Bahnhöfe und Haltepunkte werden von zahlreichen SPNV-Linien bedient. In Richtung Köln verkehren drei (linksrheinisch) beziehungsweise zwei (rechtsrheinisch) Nahverkehrslinien im Stundentakt, in Richtung Koblenz links- wie rechtsrheinisch jeweils 2 Linien. Außerdem besteht eine stündliche Verbindung über Remagen ins Ahrtal. Die Verbindung nach Euskirchen über Rheinbach (Voreifelbahn) wird zum Teil im 15-Minuten-Takt bedient. Bonn besitzt ein durch die SWB Bus und Bahn betriebenes Stadtbahn-/Straßenbahnnetz mit etwa sechs Linien (je nach Zählweise), das tagsüber im 10-Minuten-Takt bedient wird, die abendlichen Taktzeiten wurden 2002 stark ausgedünnt. Neben innerstädtischen Verbindungen bedient die Stadtbahn Bonn auch Siegburg, Sankt Augustin, Königswinter und Bad Honnef. Zwei Linien verkehren auf Eisenbahnstrecken der ehemaligen Köln-Bonner Eisenbahn (KBE) nach Köln über Brühl beziehungsweise Wesseling im 20-Minuten-Takt. Bonn besitzt ein sehr dichtes Busnetz mit etwa 30 Linien, das weitestgehend im 20-Minuten-Takt bedient wird. Teilweise entstehen durch Linienbündelung Taktzeiten von fünf Minuten. Der Spätverkehr wurde 2002 auf Beschluss der Ratsmehrheit stark ausgedünnt. Daneben existiert ein Nachtbus-Netz mit acht Linien, die stündlich untereinander Anschlüsse herstellen. Das Nachtbus-Netz wird zum Teil durch Sponsoring finanziert, das heißt jede Linie trägt den Namen eines Sponsors, der Bus (tagsüber im normalen Linienverkehr) trägt passende Ganzreklame. Das Radwegenetz der Stadt Bonn wurde zwischen 1994 und 1999 stark ausgebaut, einige Radwege wurden jedoch inzwischen zurückgebaut. Trotzdem trägt die Stadt den Titel „Fahrradfreundliche Stadt in Nordrhein-Westfalen“.

Ansässige Unternehmen

Die bedeutenden Firmen in Bonn lassen sich in zwei Gruppen unterteilen. Zum einen haben mehrere privatisierte Staatsunternehmen in Bonn ihren Sitz. Bekannteste Beispiele sind die Deutsche Telekom zusammen mit dem Tochterunternehmen T-Mobile und die Deutsche Post zusammen mit ihrer Tochter Postbank. Auch die „Tank & Rast“ und eine Zweigstelle der Telekom-Tochter Toll Collect haben ihren Sitz in Bonn. Im weiteren Sinne ebenfalls in diese Kategorie gehören die Stadtwerke Bonn. Zum anderen sitzen in Bonn auch einige traditionsreiche Privatunternehmen. Neben den Nahrungsmittelproduzenten Haribo und Verpoorten sind hier der Elektronikkonzern Moeller-Gruppe und Orgelbau Klais zu nennen. Weitere Firmen von überregionaler Bedeutung sind „Bonnfinanz“, Fairtrade und SolarWorld.

Medien

Der Fernsehsender Phoenix hat seine Zentrale im ehemaligen Hauptstadtstudio des ZDF eingerichtet, der WDR unterhält weiterhin ein Büro in Bonn. Mit Abstand größte Tageszeitung in Bonn ist der General-Anzeiger, daneben existiert noch die „Bonner Rundschau“ als Lokalausgabe der Kölnischen Rundschau. Das rheinische Boulevardblatt Express leistet sich mit dem „Bonn Express“ ebenfalls eine eigene Lokalaugabe. Das mittlerweile einzige Stadtmagazin ist „Die Schnüss" (rheinisch für "Schnauze"). Die vom Bouvier-Verlag herausgegebene „Bonner Illustrierte“ wurde 2004 eingestellt. In Bonn sendet der Lokalradiosender „Radio Bonn/Rhein-Sieg“ mit Rahmenprogamm von Radio NRW und ein studentischer Radiosender auf der UKW-Frequenz 96,8. Außerdem hat die Deutsche Welle ihre Zentrale im Bonner Schürmann-Bau.

Öffentliche Einrichtungen

Bildung und Forschung

Schürmann-Bau Die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität wurde 1777 als Akademie gegründet und 1798 geschlossen. 1818 wurde sie neu gegründet und gehört seitdem zu den größten Universitäten Deutschlands. Zusammen mit ihrer Universitätsklinik ist sie der größte Arbeitgeber in Bonn. Ihre ehemalige Sternwarte beherbergt heute das Institut für Kommunikationsforschung und Phonetik sowie die Volkssternwarte Bonn. Die Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg wurde 1995 gegründet. Obwohl sie Bonn in ihrem Namen trägt, befindet sich innerhalb der Stadt kein Studienstandort. Sitz der Fachhochschule ist Sankt Augustin, weitere Standorte befinden sich in Rheinbach und Hennef. Die „Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung“ ist eine bundesweite Einrichtung für die Ausbildung von Beamten des gehobenen Dienstes. Ihr Hauptsitz befindet sich in Brühl bei Bonn. Innerhalb von Bonn befindet sich der Fachbereich Auswärtige Angelegenheiten. Außerdem befinden sich in Bonn die Max-Plank-Institute für Mathematik, Radioastronomie und zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern. Als Ausgleichsmaßnahme für den Berlin-Umzug wurde 1998 das Forschungszentrum caesar gegründet. Bis 2004 beherbergte Bonn auch die „Fachhochschule für das öffentliche Bibliothekswesen Bonn“. Diese Fachhochschule war 1921 vom Borromäus-Verein gegründet und 1947 vom Land Nordrhein-Westfalen staatlich anerkannt worden. Seit 1982 trug sie ihren zuletzt bekannten Namen. Im Jahre 2004 wurde die Fachhochschule jedoch aufgelöst.

Vereinte Nationen

Forschungszentrum caesar Der Umweltschutz bildet einen Schwerpunkt der Vereinten Nationen in Bonn. So haben die Sekreteriate zur Überwachung der Klimarahmen-Konvention (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) und des Übereinkommens zur Bekämpfung der Wüstenbildung (United Nations Convention to Combat Desertification, UNCCD), sowie diverse Sekreteriate des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) ihren Sitz in Bonn. Desweiteren ist dort das Freiwilligenprogramm der Vereinten Nationen (United Nations Volunteers, UNV) angesiedelt. Siehe auch: Liste der UN-Einrichtungen in Bonn

Bundesbehörden

Auch nach dem Regierungsumzug nach Berlin haben, geregelt durch das Berlin/Bonn-Gesetz, sechs Bundesminisiterien weiterhin ihren ersten Dienstsitz in Bonn. Im einzelnen sind dies das Bundesministerium der Verteidigung sowie die Bundesministerien für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, für Gesundheit und Soziale Sicherung und für Bildung und Forschung. Die Ministerien mit erstem Dienstsitz in Berlin haben in Bonn einen Zweitsitz. Diverse weitere Bundesbehörden wie beispielsweise das Bundeskartellamt, der Bundesrechnungshof und das Eisenbahnbundesamt sind ebenfalls in Bonn angesiedelt und rechtfertigen so den Titel Bundesstadt. Siehe auch: Liste der Bundesbehörden in Bonn.

Persönlichkeiten

Mit Bonn verbundene Personen

Siehe: Liste von mit Bonn verbundenen Personen.

Ehrenbürger

Siehe: Liste der Ehrenbürger von Bonn

Weblinks


- [http://www.bonn.de www.bonn.de]
- [http://www.hot-maps.de/europe/germany/nrw/bonn/homede.html Stadtplan von Bonn]
Kategorie:Ort in Nordrhein-Westfalen Kategorie:Rheinland Kategorie:Deutsche Hauptstadt ja:ボン ko:본

Bundeskanzleramt (Deutschland)

Das Bundeskanzleramt in Berlin ist eine Behörde, die den Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland in seinen Aufgaben unterstützt.

Aufgaben und Struktur

Das Bundeskanzleramt zählt zu den obersten Bundesbehörden. Seine Aufgabe ist es, die für die Arbeit des Bundeskanzlers erforderlichen Informationen zu beschaffen und bereitzuhalten. Dies geschieht vor allem durch engen Kontakt zu den Bundesministerien, die ihrerseits über die ressortspezifischen Informationen verfügen. Die innere Struktur des Bundeskanzleramts entspricht daher auch den jeweiligen Ministerien -- man spricht hier auch von Spiegelreferaten. Dem Auswärtigen Amt entspricht z. B. die Abteilung II (Außen- und Sicherheitspolitik) mit Bernd Mützelburg an der Spitze. Das Bundeskanzleramt koordiniert die Bundesministerien, z. B. bei Großen Anfragen. Des Weiteren nimmt es die administrativen Aufgaben der Bundesregierung wahr. Die Behörde wird von einem Staatssekretär oder Staatsminister geleitet, der auch Chef des Bundeskanzleramtes genannt wird. Im Laufe der Geschichte waren die Amtsinhaber gelegentlich auch Bundesminister für besondere Aufgaben. Dem Bundeskanzleramt direkt untergeordnet ist der Bundesnachrichtendienst.

Gebäude

Heutiges Gebäude

Bundesnachrichtendienst Bundesnachrichtendienst Bundesnachrichtendienst Das ausdrucksstarke Gebäudeensemble des neuen Bundeskanzleramtes im Berliner Spreebogen wurde vom Berliner Architekten Axel Schultes geplant und konnte 2001 bezogen werden. Mit einer Höhe von 36 m übertrifft es die Berliner Traufhöhe von 22 m. Da der Bundeskanzler Verfassungsorgan ist, sollte sein Gebäude jedoch nicht weniger hoch als das gegenüberliegende Reichstagsgebäude sein, der Sitz des Bundestags. Das Gebäude ist sehr modern, mit weitgehend verglasten Außenflächen. Die jeweils großflächig benutzten Farben sollen jeweils eine eigene, genau festgelegte Symbolwirkung haben. Absichtlich arbeiten die politischen Beamten und der Stab des Bundeskanzler räumlich über der Verwaltung. Kritisiert werden im neuen Bundeskanzleramt die z.T. langen Wege. Es gibt jedoch nicht nur eine sehr gute elektronische Kommunikation, sondern auch ein Rohrpostsystem für den Aktenversand. Es werden Besuchergruppen vorgelassen, wenngleich unter äußerst hohen Sicherheitsstandards (Eingangskontrolle wie am Flughafen, Ausweiskontrolle, zuvor angefertige Namenslisten, Begleitung jeder Besuchergruppe durch BKA-Beamte). In der siebenten Etage residiert der Kanzler, der dort auch über 55 m² Privaträume verfügt, die eine komplette Wohnung beinhalten. In diesem Privatbereich empfängt er auch hochrangige Staatsgäste. Das Gebäude hat eine hocheffiziente Energieversorgung, durch welche das Gebäude bei Bedarf sogar autark versorgt werden kann. Im Keller des Bundeskanzleramts ist ein modernes Blockheizkraftwerk, welches mit Biodiesel betrieben wird, installiert. Zudem verfügt das Blockheizkraftwerk über eine Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung, so dass damit im Sommer auch das Kanzleramt klimatisiert werden kann. Überschüssige Wärme des Blockheizkraftwerkes wird in einem Salzstock in 300 Metern Tiefe zwischengespeichert. Auf dem Dach des Kanzleramtes ist eine Solarmodulfläche von circa 1.300 Quadratmetern installiert. Die Module der Photovoltaikanlage liefern derzeit eine elektrische Leistung von ungefähr 150 kWpeak. Insgesamt 90 Wechselrichter sind erforderlich, um die erzeugte Energie in Wechselstrom umzuwandeln. Die Wechselrichter speisen den Sonnenstrom dezentral in das Hausnetz des Bundeskanzleramtes ein. Zusätzlich bezogener Strom ist ausschließlich Ökostrom von der Bewag und wird aus einem Mix von Wasserkraft, Biomasse und Solarenergie hergestellt. (Der Berliner Volksmund nennt das Gebäude despektierlich auch "Elefantenklo" oder "Waschmaschine").

Frühere Kanzleramtsgebäude

Bewag Als erstes Kanzleramt der Bundesrepublik diente ab 1949 das Palais Schaumburg in Bonn. Abgelöst wurde es 1976 von einem architektonisch schlichten Neubau der "Planungsgruppe Stieldorf". Hausherr Helmut Schmidt ließ 1979 den Vorplatz umgestalten und dort die Skulptur Two Large Forms von Henry Moore aufstellen. Mit dem Regierungsumzug 1999 wurde das Gebäude dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung übergeben. Bonner Dienstsitz des Bundeskanzlers ist seitdem wieder das Palais Schaumburg. Durch den Regierungsumzug nach Berlin wurde 1999 wiederum ein neuer Amtssitz nötig. Als Übergangslösung bis zur Fertigstellung des Neubaus (2001) diente vorerst das ehemalige Staatsratsgebäude der DDR am Berliner Schlossplatz.

Chef des Bundeskanzleramtes

Der Chef des Bundeskanzleramtes, abgekürzt ChBK oder ChefBK, ist in Deutschland die zentrale Koordinierungsstelle für die gesamte Regierungspolitik. Durch diese Funktion besitzen er und sein Amt eine herausragende politische Bedeutung, die jedoch meist im Hintergrund, ohne öffentliche Aufmerksamkeit, stattfindet. Der Chef des Bundeskanzleramtes nimmt entweder die Position eines Staatssekretärs oder Staatsministers ein, was aber für seine Machtstellung in der Regierungspolitik nicht der entscheidende Faktor ist.

Die Chefs des Bundeskanzleramtes seit 1950


- 19501951: Walter Hallstein (CDU)
- 19511953: Otto Lenz (CDU)
- 19531963: Hans Globke (CDU)
- 19631966: Ludger Westrick (CDU), 19641966 als Bundesminister für Sonderaufgaben und den Verteidigungsrat
- 19661967: Werner Knieper
- 19671969: Karl Carstens (CDU)
- 19691972: Horst Ehmke (SPD), als Bundesminister für besondere Aufgaben
- 19721974: Horst Grabert (SPD)
- 19741980: Manfred Schüler
- 19801982: Manfred Lahnstein (SPD)
- 1982 (27. April4. Oktober): Gerhard Konow (parteilos)
- 19821984: Waldemar Schreckenberger (parteilos)
- 19841989: Wolfgang Schäuble (CDU), als Bundesminister für besondere Aufgaben
- 19891991: Rudolf Seiters (CDU), als Bundesminister für besondere Aufgaben
- 19911998: Friedrich Bohl (CDU), als Bundesminister für besondere Aufgaben
- 19981999: Bodo Hombach (SPD), als Bundesminister für besondere Aufgaben
- 19992005 : Frank-Walter Steinmeier (SPD)
- seit November 2005 : Thomas de Maizière (CDU), als Bundesminister für besondere Aufgaben

Bundesminister im Kanzleramt

soweit nicht Chef des Kanzleramtes
- 1972 - 1974: Egon Bahr, (SPD), Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland in Berlin
- 1989 - 1990: Hans Klein, (CSU), Sprecher der Bundesregierung

Parlamentarische Staatssekretäre im Bundeskanzleramt

soweit nicht Chef des Kanzleramtes, ab 1976: Staatsminister
- 1967 - 1969: Karl Theodor Freiherr von und zu Guttenberg, (CSU)
- 1969 - 1972: Katharina Focke, (SPD)
- 1972 - 1974: Karl Ravens, (SPD)
- 1974 - 1976: Marie Schlei, (SPD)
- 1976 - 1979: Hans-Jürgen Wischnewski, (SPD)
- 1979 - 1982: Gunter Huonker, (SPD)
- 1982: Hans-Jürgen Wischnewski, SPD, Bevollmächtigter der Bundesregierung in Berlin
- 1982 - 1984: Philipp Jenninger, (CDU)
- 1982 - 1987: Friedrich Vogel, (CDU)
- 1982 - 1987: Peter Lorenz, (CDU), Bevollmächtigter der Bundesregierung in Berlin
- 1987 - 1991: Lutz Stavenhagen, (CDU)
- 1987 - 1989: Lieselotte Berger, (CDU), Bevollmächtigte der Bundesregierung in Berlin
- 1989 - 1990: Günter Straßmeir, (CDU), Bevollmächtigter der Bundesregierung in Berlin
- 1990 - 1998: Anton Pfeifer, (CDU)
- 1991 - 1998: Bernd Schmidbauer, (CDU)
- 1998 - 2005: Rolf Schwanitz, (SPD)
- 1998 - 2002: Hans Martin Bury, (SPD)
- 1998 - 2001: Michael Naumann, (parteilos), als Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien
- 2001 - 2002: Julian Nida-Rümelin, (SPD), als Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien
- 2002 - 2005: Christina Weiss, (parteilos), als Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
- seit 2005: Bernd Neumann, (CDU), als Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
- seit 2005: Maria Böhmer, (CDU), als für Beauftragte für Integration und Migration
- seit 2005: Hildegard Müller, (CDU), als Beauftragte für die Koordination mit den Bundesländern

Beamtete Staatssekretäre im Bundeskanzleramt

soweit nicht Chef des Kanzleramtes
- 1949 - 1951: Franz-Josef Wuermeling, (CDU) kommissarisch
- 1957 - 1965: Felix von Eckardt, (CDU), Sprecher der Bundesregierung, ab 1962 Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland in Berlin
- 1962 - 1967: Karl-Günther von Hase, Sprecher der Bundesregierung
- 1965 - 1969: Carl Krautwig, Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland in Berlin
- 1967 - 1969: Günter Diehl, Sprecher der Bundesregierung
- 1969 - 1972: Conrad Ahlers, (SPD), Sprecher der Bundesregierung
- 1969 - 1972: Egon Bahr, (SPD), Sprecher der Bundesrepublik Deutschland in Berlin
- 1972 - 1974: Rüdiger von Wechmar, (FDP), Sprecher der Bundesregierung
- 1974 - 1980: Klaus Bölling, Sprecher der Bundesregierung
- 1974 - 1982: Dietrich Spangenberg, Bevollmächtigter der Bundesregierung in Berlin
- 1974 - 1981: Günter Gaus, Leiter der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der DDR
- 1980 - 1982: Kurt Becker, Sprecher der Bundesregierung
- 1981 - 1982: Klaus Bölling, Leiter der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der DDR, ab April 1982: Sprecher der Bundesregierung
- 1982 - 1989: Hans-Otto Bräutigam, Leiter der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der DDR
- 1982 - 1983: Diether Stolze, Sprecher der Bundesregierung
- 1983 - 1985: Peter Boenisch, Sprecher der Bundesregierung
- 1984 - 1989: Waldemar Schreckenberger
- 1985 - 1989: Friedhelm Ost, Sprecher der Bundesregierung
- 1989 - 1990: Franz Bertele, Leiter der ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der DDR
- 1990 - 1995: Dieter Vogel, Sprecher der Bundesregierung
- 1995 - 1998: Peter Hausmann, Sprecher der Bundesregierung

Postanschrift

Bundeskanzleramt
Willy-Brandt-Straße 1
10557 Berlin Telefon (IVBB): +49 1888 400-0
Fax (IVBB): +49 1888 4002357
E-Mail: poststelle@bk.bund.de

Weblinks


- [http://www.bundeskanzler.de/Navigation/kanzleramt.html Bundeskanzleramt Berlin] Kategorie:Regierungsgebäude Kategorie:Bauwerk in Berlin !

Bundespresseamt

Das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung ist die "Informationszentrale" der Bundesregierung. Hier laufen alle Informationen der einzelnen Bundesministerien zusammen. Die Behörde untersteht direkt dem Bundeskanzler. Ihr Amtschef ist in aller Regel gleichzeitig Regierungssprecher. Die offizielle Bezeichnung des Amtschefs lautet daher "Chef des Presse- und Informationsamtes und Sprecher der Bundesregierung". Der Chef des Amtes ist Staatssekretär, gelegentlich Bundesminister für besondere Aufgaben.

Ein kurzer Rückblick

Am 15. September 1949 wurde Konrad Adenauer zum Bundeskanzler gewählt. Einen Tag später richtete der erste Kanzler der Bundesrepublik Deutschland das Bundeskanzleramt als "Geschäftsstelle der Bundesregierung" ein. Dies wurde auch der Gründungstag des Presse-und Informationsamtes der Bundesregierung ("Bundespresseamt"). Nach den Erfahrungen mit dem berüchtigten Reichspropagandaministerium des totalitären Nazi-Regimes orientierte sich die erste Bundesregierung beim Aufbau des Bundespresseamtes an Organisationsformen aus der Weimarer Republik. Adenauer wollte nicht nur eine Pressestelle im Kanzleramt, sondern eine selbständige Behörde. Der Chef des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung untersteht direkt dem Bundeskanzler. Seit Ende des Jahres 1998 ist das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung gezielt zu einem modernen Dienstleistungsbetrieb entwickelt worden - ein Dienstleister für die Bürgerinnen und Bürger, für die Medien und für die Regierung. Die kürzere, häufig verwendete Bezeichnung "Bundespresseamt" für das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung täuscht allerdings auch: Denn das Bundespresseamt ist keine Behörde, die das Wesen der Presse irgendwie reguliert oder gar beaufsichtigt. Eine solche Behörde gibt es in Deutschland nicht. Die Presse ist frei, und eine Zensur findet nicht statt (Artikel 5 Absatz 1, Satz 2 und 3 Grundgesetz).

Die Aufgaben

Das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung erfüllt zwei wesentliche Aufgaben: Information über die Arbeit der Bundesregierung und interne Information für die Arbeit der Bundesregierung. "Nach außen" informiert das Bundespresseamt einerseits die Bürgerinnen und Bürger sowie andererseits die Medien über die Politik der Bundesregierung: über Maßnahmen, Gesetze, Strategien und Hintergründe der Politik. Denn Meinungsfreiheit und Urteilsfähigkeit setzen Information und Sachkenntnis voraus - wer sich politisch beteiligen oder entscheiden will, muss über die Politik Bescheid wissen. Die Medien Der Informationspflicht gegenüber den Medien kommt die Regierung mit verschiedenen Instrumenten nach: beispielsweise mit regelmäßigen Pressekonferenzen zu aktuellen politischen Themen. Die Bundespressekonferenz - ein unabhängiger Zusammenschluss der deutschen Parlamentsjournalisten - lädt den Regierungssprecher und die Sprecher der Ministerien dreimal wöchentlich zur Pressekonferenz ein. Dort stehen sie den Hauptstadtjournalisten Rede und Antwort. Im übrigen ist das Büro "Chef vom Dienst" (CvD) erste Anlaufstelle für Anfragen von Journalistinnen und Journalisten. Der CvD veröffentlicht Pressemitteilungen des Bundeskanzlers und der Regierung. Für die Medien unterhält das Presseamt eine Profiseite im Internet. Dort stehen neben tagesaktuellen Nachrichten Hintergründe, Materialien und Dokumente zur Regierungspolitik zur Verfügung. Im Bildarchiv stehen mehr als zwei Millionen Aufnahmen des Bundespräsidenten und des Bundeskanzlers bei offiziellen Terminen im In- und Ausland zur Verfügung. Die Öffentlichkeit Die Regierung informiert die Bürgerinnen und Bürger auch unmittelbar. Auf den Seiten www.bundesregierung.de und www.bundeskanzler.de liefert das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung tagesaktuelle Informationen zur Politik der Bundesregierung, Materialien und Originaldokumente. Zahlreiche Broschüren, Ratgeber und Faltblätter bieten den Bürgerinnen und Bürger darüber hinaus Informationen zu wichtigen ressortübergreifenden Themen der Regierungspolitik. Das Bundespresseamt betreut auch die Besucher der Bundestagsabgeordneten. Jede und jeder Abgeordnete kann jährlich zwei Besuchergruppen aus seinem Wahlkreis nach Berlin einladen: macht 85.000 Personen im Jahr. Feste Programmpunkte dieser Besuche sind das Bundespresseamt, Gespräche mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages und Experten der Ministerien. Außerdem findet jedes Jahr in Berlin ein Tag der offenen Tür der Bundesregierung statt, den das Bundespresseamt federführend organisiert. ---- "Nach innen" informiert das Amt die Bundesregierung und den Bundestag, den Bundeskanzler und den Bundespräsidenten sowie deren Mitarbeiter über die Nachrichtenlage in Deutschland und der Welt: mit Nachrichten- und Presseauswertungen, persönlichen Unterrichtungen und sonstigen tagesaktuellen Informationen. Denn für angemessene und verantwortliche politische Entscheidungen und Strategien sind umfassende und zuverlässige Informationen aus dem In-und Ausland ebenfalls unverzichtbar. Interne Kommunikation Die zweimal täglich erscheinende Pressemappe für den Bundeskanzler enthält ausgewählte Beiträge in- und ausländischer Zeitungen und Zeitschriften. Elektronische Nachrichtenspiegel informieren über wichtige Meldungen, Berichte, Kommentare und Interviews. Sie orientieren die Mitglieder der Regierung, die Bundestagsabgeordneten und die Mitarbeiter in Mini